Schmetterlinge

Die Schmetterlinge
Wir helfen Kindern, ihre Fl√ľgel zu entfalten.

Jeden Tag werden tausende Kinder in Deutschland Opfer von Gewalt. Vernachlässigung und emotionale Gewalt in der Familie, Schikane und Mobbing auf dem Schulhof und in den sozialen Medien sowie Schläge oder sexuelle Übergriffe werfen einen Schatten auf ihr Aufwachsen und lösen großes Leid aus. Viel zu oft bleiben solche Taten unentdeckt. Scham und oft auch die perfiden Drohungen der Täter halten die Kinder davon ab, sich jemandem anzuvertrauen.

Kontakt
Schmetterlinge
Photo by Susana Coutinho on Unsplash

Schreib, was du nicht sagen kannst.

Die Schmetterlinge setzen sich daf√ľr ein, Kinder zu st√§rken und ihnen die M√∂glichkeit zu geben, ihr Schweigen zu brechen. Daf√ľr kl√§ren wir Kinder √ľber ihre Rechte auf und installieren Briefk√§sten an Schulen, in Vereinen sowie an weiteren Orten, an denen sich Kinder aufhalten. Unter dem Motto ‚ÄěSchreib auf, was du nicht sagen kannst‚Äú laden wir sie ein, ihre Erlebnisse zu Papier zu bringen, damit ihnen geholfen werden kann. Ein professionelles Team wertet die Nachrichten der Kinder sorgf√§ltig aus und leitet Verdachtsf√§lle an die zust√§ndigen Stellen weiter.


Laurent Boyet, Polizist und Gr√ľnder der Association Les Papillons in Frankreich, hat selbst als Kind sexuelle Gewalt erfahren. Mit unerm√ľdlichem Engagement setzt er sich seit einigen Jahren daf√ľr ein, das Leid der Opfer sichtbar zu machen und sie auf allen Ebenen zu unterst√ľtzen. Mithilfe von Boyets Verein konnte in Frankreich bereits zahlreichen Kindern geholfen und T√§ter zur Rechenschaft gezogen werden. Die S√ľddeutsche Zeitung berichtete im Januar 2023 √ľber das Projekt. Mit den ‚ÄěSchmetterlingen‚Äú entsteht nun ein deutschsprachiger Ableger. Als Tr√§ger konnten wir den Kinderschutzbund M√ľnchen gewinnen.

Wir helfen Kindern, ihre Fl√ľgel zu entfalten und unbeschwert ihren Weg ins Leben zu finden.

Warum wir handeln m√ľssen

Ein bis zwei Kinder in jeder Schulklasse
sind nach Schätzungen der WHO von sexueller Gewalt betroffen.
15.520
Drei von vier
Fällen sexueller Gewalt finden innerhalb der Familie und des Freundes- und Bekanntenkreises statt.
500.000
Sch√ľlerInnen sind nach vorsichtigen Sch√§tzungen j√§hrlich von Mobbing betroffen. Doppelt so viele haben Angst vor Gewalt und Ausgrenzung in der Klasse und auf dem Schulhof.
Mehr als 50% aller Erwachsenen
Drei Kinder pro Woche

Das Projekt

Wenn Kinder heftiges Leid ertragen, ist die Hemmschwelle, um dar√ľber zu sprechen, h√§ufig gro√ü. Zu gro√ü ist die Scham, um sich jemandem pers√∂nlich anzuvertrauen, daher schaffen es viele Opfer nicht, √ľber ihr Martyrium zu sprechen, zumal ihnen dies h√§ufig von den T√§tern verboten wird.

Wenn Kindern die Chance gegeben wird, √ľber erlebtes Leiden oder ihre Sorgen in einem Brief zu schreiben oder zu malen, wird die Hemmschwelle deutlich niedriger. Zumal, wenn es sich bei den Adressaten um Personen handelt, die die betroffenen Kinder nicht pers√∂nlich kennen, von denen sie aber wissen, dass diese sich f√ľr ihre Rechte einsetzen werden. Schulen sind ein Ort, an dem wir alle Kinder, unabh√§ngig von ihrer sozialen oder famili√§ren Herkunft, erreichen k√∂nnen. Auch in Vereinen kann man viele Kinder erreichen. Daher setzt unser Projekt dort an.

Wir freuen uns, dass unser Projekt auch beim Kinderschutzbund Ortsverband M√ľnchen auf Begeisterung gesto√üen ist, sodass wir eine Kooperation miteinander eingegangen sind. Aktuell starten wir diesen Juli 2023 mit einer Pilotschule, einer Grundschule in M√ľnchen. Langfristiges Ziel ist es dann, das Projekt fl√§chendeckend deutschlandweit und √ľber verschiedene Schulformen wie Grundschulen und Sekundarstufen zu verbreiten, sodass m√∂glichst viele Kinder erreicht werden k√∂nnen.

Wir versuchen, das Projekt f√ľr die teilnehmenden Schulen und Vereine durch Spenden so kosteng√ľnstig wie m√∂glich zu halten, langfristiges Ziel w√§re hierbei eine komplette Finanzierung durch Spenden. Momentan belaufen sich die Kosten auf 200 Euro pro Einrichtung und Schuljahr.

Wenn wir eine Schule oder einen Verein ausgew√§hlt haben, stellen wir dort einen ‚Äď oder auch mehrere ‚Äď unserer Briefk√§sten auf. Die Briefk√§sten sollten an Stellen stehen, die prinzipiell von jedem erreichbar, aber schwer von anderen einsehbar sind. Beispiele sind auf den Schultoiletten / in einem abgelegenen Flur. Gerne unterst√ľtzen wir bei der Wahl eines geeigneten Standortes. Die Briefk√§sten sind eindeutig als ‚ÄěSchmetterlingspost‚Äú gekennzeichnet und es werden die Abholtage (in der Regel 2x/Woche) darauf markiert. In unmittelbarer N√§he des Briefkastens h√§ngt ein Poster, auf dem den Kindern schematisch skizziert wird, worum es geht. Wor√ľber sie schreiben oder zeichnen k√∂nnen, was zu beachten ist und wie es mit der Post weitergeht.

Geplant sind perspektivisch in den weiterf√ľhrenden Schulen dar√ľber hinaus auch virtuelle Angebote, wo die Sch√ľler online in einem passwortgesch√ľtzten Bereich Anzeigen stellen k√∂nnen und weitere Informationen finden.

Initial findet in der Schule oder dem Verein eine Schulung durch unsere Mitarbeiter oder, wenn gew√ľnscht, durch von uns geschulte Lehrkr√§fte statt. Hierbei wird den Kindern in altersentsprechendem Rahmen, unterst√ľtzt durch Bildmaterial, erkl√§rt, warum ein solcher Briefkasten aufgestellt wurde und wozu er dient. Den Kindern wird erkl√§rt, wann es wichtig ist, sich Hilfe zu suchen und was mit ihrer Post im weiteren Verlauf passiert. Prinzipiell k√∂nnen Kinder alles, was ihnen Sorgen macht, mit uns teilen. Die Briefe sollten allerdings zur weiteren Nachverfolgung eindeutig mit Namen gekennzeichnet sein. Die Post wird von unseren Mitarbeitern in festen Intervallen geleert und eingescannt. Unsere Mitarbeiter, welche in direkten Kontakt mit den Kindern oder ihren Briefen kommen, haben sich zu Verschwiegenheit verpflichtet. Die Post wird dann an unser Analyseteam weitergeleitet, welches sich aus besonders geschultem Personal wie √Ąrzten, Lehrern, Therapeuten und Polizisten zusammensetzt. Diesen kommt die verantwortungsvolle Aufgabe zuteil, die Post auszuwerten und je nach Dringlichkeit notwendige Schritte einzuleiten. Die Antworten und Reaktionen hierauf sind so unterschiedlich, wie die Situation des individuellen Kindes und reichen von einer Beratung, dem Ansprechen eines Beratungslehrers oder des Klassenlehrers bis hin zu strafrechtlicher Verfolgung oder dem Einschalten von Polizei und Jugendamt. Dabei hat immer das Wohl des Kindes die oberste Priorit√§t.

Mitmachen

Einrichtungen

Ihr arbeitet an einer Schule oder einem Verein und möchtet in eurer Einrichtung gerne einen Briefkasten der Schmetterlinge aufhängen? Setzt euch mit uns in Verbindung!

Ehrenamtliche

Ihr findet unser Projekt toll und w√ľrdet euch gerne engagieren? Wir k√∂nnen noch viele Mitarbeiter*innen in unterschiedlichen Bereichen brauchen. Die Anforderungen sind sehr unterschiedlich und vielf√§ltig und reichen von administrativen, technischen und organisatorischen Aufgaben bis zur Mitarbeit im Analyseteam, f√ľr das nat√ľrlich nur ausgew√§hlte Professionen wie Psychotherapeuten / √Ąrzte / Polizisten mit entsprechender Erfahrung eingesetzt werden k√∂nnen. Keine Scheu, kontaktiert uns und wir schauen gemeinsam, wie ihr uns am besten unterst√ľtzen k√∂nnt.

Spenden

Wenn ihr uns einmalig spenden wollt, oder einen Dauerauftrag einrichten m√∂chtet, verwendet bitte folgendes Spendenkonto mit dem Verwendungszweck ‚ÄěSchmetterlinge‚Äú.

Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband M√ľnchen e.V.
Bank f√ľr Sozialwirtschaft
IBAN: DE61370205000007811705
BIC: BFSWDE33XXX

Kontakt

Wir organisieren uns rein ehrenamtlich und sind auf weitere Mitstreiter, Partner und Unterst√ľtzer angewiesen.

Spenden nehmen wir gerne √ľber unseren gemeinn√ľtzigen Kooperationspartner entgegen. Bitte im Betreff Schmetterlinge angeben damit diese richtig zuordnet werden k√∂nnen!

Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband M√ľnchen e.V.
Bank f√ľr Sozialwirtschaft
IBAN: DE61370205000007811705
BIC: BFSWDE33XXX

Email

kontakt@schmetterlinge.org

Anschrift

Die Schmetterlinge
c/o Kinderschutzbund M√ľnchen
Kapuzinerstraße 9C
80337 M√ľnchen